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Bei Wilhelm Busch zu Hause - Flecken Wiedensahl
Am 15. April 1832 wurde Wilhelm Busch in Wiedensahl, einem heute rund tausend Einwohner zählenden zweizeiligen Hagenhufendorf in der historischen Drei-Länder-Ecke von Hannover, Preußen und Schaumburg-Lippe, geboren. In dem gut 750 Jahre alten Marktflecken begegnet man den Spuren des großen Malers und Zeichners, Dichters und Denkers quasi an jeder Ecke. Zentraler Punkt der Erinnerung an den „Urvater des Comic“ ist das als modernes Museum gestaltete Geburtshaus im Zentrum des Ortes. Hier kann man Busch selbst (neu) entdecken und den ungewollt Erfolgreichen auch von seinen weniger bekannten Seiten kennen lernen. Im Obergeschoss locken wechselnde Ausstellungen – immer mit Bezug zu dem lebensbejahenden Pessimisten. Im „Museum im Alten Pfarrhaus“, einem historischen Fachwerkbau aus der Zeit um 1550, findet man neben mehr als 1500 Ausstellungsstücken aus 140 Millionen Jahren Regionalgeschichte auch die Räume, in denen Busch zwischen 1872 und 1878 lebte.
Während dieser Zeit zeichnete er die meisten seiner weltbekannten Bildergeschichten. „Auf den Spuren von Wilhelm Busch“ führt eine rund 25 Kilometer lange Rundtour um den Geburtsort des Mannes, der mit der Lausbubengeschichte von „Max und Moritz“ zu Weltruhm gelangte. Beim „Dorfspaziergang mit Wilhelm Busch“ wird deutlich, dass der Ort sich viel vom Charme vergangener Zeiten bewahrt hat. Der Weg führt auch zur mittelalterlichen St. Nicolai Kirche inmitten des Friedhofs mit Grabsteinen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie romanischem Taufstein und Sandstein-Sonnenuhren. Als Unikum präsentiert sich das Zollstockmuseum des Weltrekordlers Günther Uhlig, der mehr als 30.000 Gliedermaßstäbe aus aller Welt zusammengetragen hat. Im November lockt jeweils am zweiten Donnerstag der Martini-Markt als größter Eintagesmarkt Norddeutschlands.


